Staatsregierung ist mit Betreuungsgeld auf dem Holzweg

09. Dezember 2015

SPD-Familiensprecherin Rauscher: Echte Wahlfreiheit bedeutet, dass jede Familie einen geeigneten Betreuungsplatz bekommt

Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Doris Rauscher, hat das geplante Landesbetreuungsgeld der CSU in der heutigen (08.12.2015) Plenardebatte zum Thema scharf kritisiert: "Von Wahlfreiheit kann beim Betreuungsgeld keine Rede sein! Eine Entscheidungsfreiheit haben nur die Eltern, die ohnehin finanziell gut gestellt sind. Für alle anderen sind 150 Euro im Monat keine echte Unterstützung. Sie sind vielmehr auf gute Rahmenbedingungen bei Betreuungsangeboten für ihre Kinder angewiesen."

95 Prozent der Bezieher sind Frauen. Speziell für sie wirke sich das geplante Gesetz negativ aus, ist sich Rauscher sicher: "Das Betreuungsgeld verstärkt das übliche Muster der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung bei der Kinderbetreuung und schwächt die Position von Frauen in der Gesellschaft. Die Leittragenden sind hier besonders Mütter mit geringem Einkommen, niedrigem Bildungsniveau oder Migrationshintergrund. Die Spaltung der Gesellschaft wird durch das Betreuungsgeld weiter vorangetrieben. Zudem ist es doch so: Welcher Mann würde für 150 Euro im Monat seinen Job aufgeben?"

Das Betreuungsgeld sei außerdem nicht nur für die Eltern ein Stolperstein im Leben, sondern auch für ihre Kinder, unterstreicht die SPD-Politikerin. "Durch das Betreuungsgeld werden Kinder von frühkindlichen Bildungsangeboten ausgeschlossen.

Anfang Oktober hatte die SPD-Landtagsfraktion eine von ihr in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage der TNS Infratest präsentiert, wonach die Menschen in Bayern mit großer Mehrheit das Landesbetreuungsgeldes ablehnen (Mehr Infos dazu finden Sie hier).

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