Fördermittel für Schwimmbadsanierungen in Bayern

12. Oktober 2017

Landtagsabgeordneter Rosenthal (SPD): „Nun müssen konkrete Fakten folgen"

Die bayerische Staatsregierung hat angekündigt, ein Förderprogramm für kommunale Hallen- und Freibäder zu prüfen. „Es ist eine langjährige Forderung der SPD-Landtagsfraktion, diese Mittel zu erhöhen. Es wird höchste Zeit, dass die CSU versteht, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht“, sagt der Landtagsabgeordnete Georg Rosenthal (SPD). In Unterfranken sind von 133 Bädern 55 sanierungsbedürftig und acht von der Schließung bedroht, im Landkreis Main-Spessart müssen drei von 17 Schwimmbädern erneuert werden. Bayernweit droht 54 Bädern die Schließung, 299 sind zum Teil dringend sanierungsbedürftig.

Der Zustand der Schwimmbäder hat ernste Konsequenzen: Laut Studien der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) kann bereits jedes zweite zehnjährige Kind nicht schwimmen. Vergangenes Jahr gab es in Bayern mehr Badeunfälle mit Todesfolge als in jedem anderen Bundesland - 91 an der Zahl. „Schwimmen lernen heißt Leben schützen“, betont Rosenthal. „Doch das geht nur, wenn auch ausreichend Bäder zur Verfügung stehen.“

Die SPD-Fraktion im Landtag fordert einen staatlichen Sonderfonds von 30 Millionen Euro zur Unterstützung der Kommunen, die häufig die Sanierung nicht aus eigener Finanzkraft leisten können. Laut Rosenthal müsse man nun auf die nächsten Schritte der Mehrheitsfraktion warten: „Bisher hat die Staatsregierung noch keine konkreten Zahlen genannt. Erst dann wird sich zeigen, ob sie ernsthaft versucht, das Schwimmbadsterben in Bayern zu verhindern.“

Anfrage zum Schwimmbadsterben (PDF)

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