Polizeiinspektion Würzburg ist erheblich unterbesetzt

14. Juni 2017

Abgeordneter Georg Rosenthal macht sich für mehr Personal stark: „Die Sicherheit der Bevölkerung ist davon abhängig“

Die Polizeidienststellen in den bayerischen Regionen sind permanent unterbesetzt. Wie aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage von Landtagsvizepräsidentin Inge Aures hervorgeht, fehlen allein in der Polizeidirektion Würzburg 20 Beamte. Gerade einmal 274 besetzte Polizistenstellen stehen einer Sollstärke von 294 gegenüber. Das sind zwar gut 20 Beamte mehr als noch 2012. Betrachtet man jedoch die tatsächliche Verfügbarkeit, wird deutlich, wie angespannt die Situation weiterhin ist: Gerade einmal 232 Beamte standen im 2. Halbjahr 2016 zur Verfügung, um zu Einsätzen auszurücken.

„Dass Bayern das sicherste deutsche Bundesland ist, verdanken wir dem Fleiß, den hervorragenden Fähigkeiten und vor allem dem weit über das normale Maß hinausgehenden Engagement unserer Polizistinnen und Polizisten“, kommentiert SPD-Landtagsabgeordneter diese Zahlen. Es sei darum „nicht anständig“, dass die CSU-Staatsregierung dies mit permanenter Arbeitsüberlastung danke. Bayernweit belaufen sich die Überstunden auf stattliche 1,6 Millionen. Hinzu kommen aber noch die Überstunden von Bereitschaftspolizei und Landeskriminalamt, sodass es insgesamt bayernweit knapp 2 Millionen Überstunden sind.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Unterfranken fehlen 217 Beamte. 8,2 Prozent der Sollstellen sind nicht besetzt (Stand 1.1.2017). Allein in Unterfranken kommen so 97.350 Überstunden zustande, pro Beamten sind es 35 Stunden.

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