Warum wir bezahlte Weiterbildung brauchen

12. März 2018

Deutschland hat keine mineralischen oder fossilen Rohstoffe, trotzdem ist es ein äußerst wohlhabendes Land. Das liegt auch an einer seiner wichtigsten Ressourcen: den gut ausgebildeten Fachkräften. Leider gibt es in Bayern bislang jedoch kein Recht auf bezahlte Weiterbildung. Aus diesem Grund hat die SPD im Bayerischen Landtag am 19. September 2017 einen Gesetzesentwurf für ein Bildungsfreistellungsgesetz vorgelegt. Doch die CSU weigert sich bis heute, bezahlte Weiterbildung auch für bayerische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer möglich zu machen.

Weiterbildung lohnt sich sich auch für Arbeitgeber!

Eine bezahlte Weiterbildung bietet nicht nur Vorteile für Arbeitnehmer, auch Arbeitgeber profitieren davon. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben so auf dem neuesten Stand, erweitern ihre Fähigkeiten und bringen frische Ideen mit an ihren Arbeitsplatz. Indem der Lohn auch während der Freistellung gezahlt wird, ermöglicht man jedem an einer Weiterbildung teilzunehmen und schafft auf diese Weise mehr Chancengerechtigkeit und Anreize für die Angestellten Zusatzqualifikationen zu erwerben.

Was beinhaltet der Gesetzentwurf zur Bildungsfreistellung?

  • Jeder Arbeitnehmer bekommt durch das Gesetz das Recht auf bezahlte Weiterbildung, also eine Freistellung vom Arbeitgeber, soweit keine zwingenden dienstlichen oder betrieblichen Belange dagegen sprechen.
  • Zudem wird den Arbeitnehmern das Arbeitsentgelt während der Freistellung weiter bezahlt. Auch Beamte und Angestellte in einer öffentlichen Einrichtung sollen dieses Recht bekommen. Ausgenommen sind Unternehmen mit weniger als fünf ständig Beschäftigten und Arbeitnehmer, die kürzer als 6 Monate im Unternehmen sind.
  • Das Gesetz sieht vor, dass in zwei Jahren, immer mit dem ungeraden beginnend, zehn Tage bezahlte Weiterbildung zur Verfügung stehen. Klein- und mittelständische Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern können einen Zuschuss beim zuständigen Staatsministerium beantragen.

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