Bezahlbare Wohnungen für alle in Würzburg und Unterfranken

Der Anspruch auf eine angemessene Wohnung ist ein soziales Grundrecht und als solches in der Bayerischen Verfassung verankert. Doch die Realität sieht anders aus: bayernweit wächst die Bevölkerung. Bezahlbarer Wohnraum hingegen nicht. Hinzu kommt: Immer mehr Sozialwohnungen fallen aus der Preisbindung heraus.

Bezahlbar wohnen

Trotz Rekordsteuereinnahmen vernachlässigt die CSU-geführte Staatsregierung die Wohnbauförderung massiv. Obwohl der Bund seine Mittel für den staatlich geförderten Wohnungsbau für die Länder verdreifacht hat, hat Bayern seine Mittel allein von 2016 auf 2017 um 71 Millionen Euro reduziert. Insgesamt hat sich der Bestand an Sozialwohnungen in Bayern von 1999 bis 2014 nahezu halbiert (von etwa 250.000 im Jahr 1999 auf rund 130.000 im Jahr 2014). In Würzburg ist der Bestand an Sozialwohnungen seit 2010 von 4.500 auf 3.800 zurück gegangen.

Würzburg ist ohnehin bereits eine der teuersten Städte Deutschlands. Seit 2013 sind die Mieten hier um satte 21 Prozent erhöht worden, auf durchschnittlich 9,30 Euro pro Quadratmeter. Erschwerend hinzu kommt, dass es sich um einen Universitäts- bzw. Hochschulstandort handelt und dringend Unterkünfte für Studierende benötigt werden.

Daher fordere ich

  • eine staatliche Wohnbau­gesellschaft, die in den nächsten fünf Jahren 25.000 Wohnungen baut
  • Städten, Gemeinden und Genossen­schaften staatliche Grund­stücke günstig zur Verfügung zu stellen, wenn sie darauf bezahlbare Wohnungen bauen
  • die Sozialbindung von gefördertem Wohnraum zu verlängern und günstige Mieten zu sichern
  • Spekulation mit Bauland durch eine Spekulationssteuer zu bekämpfen