Treffen mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)

Kinder und Jugendliche sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Der BDKJ ist der Dachverband von 12 katholischen Jugendverbänden, in denen insgesamt 30.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene organisiert sind. Seine wichtigste Aufgabe besteht in der Interessenvertretung seiner Mitglieder in Politik, Kirche und Gesellschaft. Allein in Würzburg vertritt der Dachverband der Katholischen Jugend rund 10.000 Mitglieder und weitere 8.000 engagierte Jugendliche.

Gemeinsam mit Martina Fehlner, SPD-Landtagsabgeordnete für den Kreis Aschaffenburg, und Volkmar Halbleib, SPD-Landtagsabgeordneter des Landkreises Würzburg, habe ich am 14. März 2014 die vier Mitglieder des Diözesanvorstands Würzburg im Killianeum, dem Haus der Jugend in Würzburg, getroffen, um bei einem Kontaktgespräch jugendpolitische Themen zu erörtern.

Nach der Vorstellung von aktuellen Projekten des BDKJ durch Karolin Mack standen dabei vor allem die Probleme der ehrenamtlichen Arbeit im Vordergrund, insbesondere

  • die Stärkung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ)
  • die Neustrukturierung des Bundeskinderschutzgesetzes
  • die Kritik des BDKJ am G8-Schulsystem

Auch meine SPD-Kollegen und ich sind uns einig, dass das Engagement junger Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren (allein in Bayern sind es 3.800), ebenso gewürdigt werden sollte wie das Bundesfreiwilligendienstleistender.

In Bezug auf die Neustrukturierung des Bundeskinderschutzgesetzes, das laut Thomas Öffner in der aktuellen Form für eine abschreckende bürokratische Hürde sorgt, unterstützen wir grundsätzlich die Zusammenarbeit zwischen den Trägern und dem Jugendamt. Die Praxis hat aber gezeigt, dass die Struktur verbessert werden muss, um ein Ehrenamt nicht zum Bürokratiemonster werden zu lassen.

Die Kritik des BDKJ am G8-Schulsystem bestätigt unsere ablehnende Haltung gegenüber G8. Ganztagsschulen und das Ehrenamt lassen sich wunderbar vereinbaren. Das Problem ist das Schulsystem, das im Terminkalender kaum Zeit lässt und der Ausübung eines Ehrenamtes immer häufiger im Wege steht.

Abschließend kann man festhalten: Es ist wichtig, das Bewusstsein für das Ehrenamt zu schärfen. Die Anregungen aus dem Kontaktgespräch werden wir mit nach München nehmen und im Landtag dazu beitragen, die Strukturen zu verbessern und die Bürokratie zu entschlacken.